Osman Engin: Götterratte

In seinem Roman Götterratte nimmt Osman Engin, in seiner gewohnt satirischen Art, alle Bevölkerungsgruppen aufs Korn. Jeder bekommt sein Fett weg. Männer, Frauen, Emanzen, Schwule und Studenten.

Osman Engin lässt seinen Erzähler Osman, die Trennung von seiner Frau Eminanim erleben. Osman versucht seine Frau mit vielen täppischen Ideen zurückzugewinnen, die für ihn eigentlich, die größte Nervensäge der Welt ist. In den drei Wochen, die er versucht seine Frau zurückzugewinnen, landet er mehrfach auf den Polizeirevier und lebt mit einen Transvestiten zusammen. Ob er seine Frau wiederzurückgewinnt?

Wunderbar bissig und ironisch stellt Engin seinen Osman dar. Einen Mann, der sich für den perfekten Ehemann hält und die Welt nicht versteht, weshalb seine langjährig Angetraute ihn verlässt. Man fragt sich oft in diesem Buch, wieso Eminanim Osman nicht früher verlassen hat. Aber man gewinnt auch Osman mit all seinen Schrullen und auch Sehnsüchten lieb.

Allerdings stellt Engin nicht nur Osman ironisch da, sondern auch dessen Sohn Mehmet, den „ewigen Studenten“. René, den Transvestiten, der länger im Bad braucht als eine Frau. Erkek Fatma, die Emanze und stärkste Osman-Gegnerin. Hans, für den alle Frauen an den Herd gehören, dabei ist er ein armes Würstchen. Er verleiht all seinen Charakteren einen eigenen Charakter. Man kann sie lieb gewinnen, man muss es aber nicht.

Osman Engins Götterratte ist ein Buch zum Lachen und man bekommt Bauchkrämpfe vom Lesen. Das Buch hält was es verspricht. Ich würde es jeder Zeit weiter empfehlen.

3.11.07 20:21

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